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Zukunft des AF für weitere zehn Jahre gesichert

Frankfurt am Main, 24. Mai 2018 –

Die Zukunft von Hessens größtem Kunstzentrum ATELIERFRANKFURT (AF) ist gesichert. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat in seiner Sitzung am Freitag, 18. Mai 2018, der Anmietung der Liegenschaft in der Schwedlerstraße und der Untervermietung an den gemeinnützigen Verein ATELIERFRANKFURT e.V. für zehn Jahre zugestimmt und der Stadtverordnetenversammlung am 24. Mai 2018 zur Beratung und Beschlussfassung zugeleitet.

 

Eine gute Lösung nach langer Verhandlung

Mit dem Magistratsbeschluss zur Anmietung der Liegenschaft endet eine etwa zweijährige Verhandlungsphase: Der derzeitige Hauseigentümer Michael Loulakis hatte bereits vor einiger Zeit das Vorhaben geäußert, die Immobilie zu veräußern. Seitdem liefen Verhandlungen über den möglichen Verbleib des AF in dem Gebäude an der Schwedlerstraße, dessen Mietvertrag mit Michael Loulakis zum 30. Juni 2018 ausläuft. In dem Gebäude in der Schwedlerstraße befinden sich derzeit rund 130 Ateliers, in denen 220 Künstler und Kreative arbeiten, darunter 28 geförderte Ateliers der Stadt Frankfurt am Main. Darüber hinaus bespielt das AF die 11.000 Quadratmeter des 1912 erbauten Hauses mit einem vielseitigen, kulturellen Veranstaltungsprogramm. Dieses umfasst Ausstellungen Bildender Kunst, Künstlergespräche und Diskussionen ebenso wie Kulinarik, Musik, Tanz, Kino und Literatur. Das Frankfurter Kunstzentrum bietet Raum für Experimente und hat es sich zur Aufgabe gemacht die künstlerische Diversität zu pflegen, zu stärken, zu entfalten und zu vernetzen.

 

Ein kunstaffiner neuer Eigentümer

Die Forte Capital Deutschland GmbH (ForteCap), ein in Frankfurt ansässiger Immobilieninvestor, vertreten durch den Geschäftsführer Roland Schmidt, wird in den kommenden Wochen das Gebäude in der Schwedlerstraße von Michael Loulakis erwerben und einen Mietvertrag über zehn Jahre mit der Stadt Frankfurt am Main abschließen, welche das Haus an ATELIERFRANKFURT e.V. untervermieten wird. „Es ist erfreulich, dass mit dem Verkauf an ForteCap nun ein Ergebnis erzielt werden konnte, dass für das AF und die vielen Künstlerinnen und Künstler, für den Verkäufer Herrn Loulakis, den Käufer und auch für uns als Stadt ein alle Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte“, urteilt Baudezernent Jan Schneider. ForteCap hat sich bereits in der Vergangenheit im Bereich Kunst und Kultur erfolgreich in Wien engagiert und wird in den kommenden zehn Jahren das AF beherbergen. Den Kontakt zu ForteCap hatte ATELIERFRANKFURT e.V. selbst hergestellt. „Nach dem geplanten Abschluss des Kaufvertrages freue ich mich, dass das AF mit ForteCap einen professionellen und kunstaffinen Vermieter für die kommenden zehn Jahre gefunden hat“, so Michael Loulakis, der sich stets um eine gute Lösung für das AF bemüht hat.

 

Günstige Mietpreise für Künstler und Kreative können erhalten werden

„Ich freue mich sehr, dass es uns in intensiven Verhandlungen gelungen ist, dieses kulturelle Zentrum für Frankfurt und seine Künstlerinnen und Künstler zu erhalten. Dieses Haus bietet den Kreativen die Möglichkeit, in einer immer teurer werdenden Stadt zu vertretbaren Preisen Räume anzumieten und verhindert damit die Abwanderung in andere Städte. Das AF trägt maßgeblich zur Kulturlandschaft unserer Stadt bei, sowohl nach innen, als auch nach außen“, sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig. Die aktuellen Mietpreise für ein Atelier in dem Gebäude liegen deutlich unter dem Marktwert und waren auch in den letzten Jahren stabil. Die verhältnismäßig niedrigen Mietpreise sind ein wichtiger Baustein der Künstlerförderung durch Stadt und AF.

 

„Wir sind überglücklich, dass wir unser einzigartiges Projekt in der Schwedlerstraße fortsetzen und durch spannende, neue Projekte erweitern können. Eine Planungssicherheit von 10 Jahren ist für einen Off-Space wie das AF ein Geschenk. Wir freuen uns für die 220 Künstler und Kreativen im Haus, die sich nun entspannt ihren Projekten widmen können und nicht mehr um ein Dach über dem Kopf bangen müssen“, so Jörg Mugrauer und Corinna Bimboese vom AF.

 

Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im basement am 1. Juni 2018

Starten wird das AF in die langfristige Planungssicherheit am 1. Juni 2016 mit der Eröffnung seiner neuen Ausstellungsflächen im basement. Die Einzelausstellung ‚tiny traces‘ der Berliner Künstlerin Nina Tobien ist der Beginn der dreiteiligen Ausstellungsreihe ‚consecration‘, mit der das AF den neuen, 160 qm großen Ausstellungsraum im Keller des ehemaligen, 1912 erbauten Lagerhauses in Betrieb nimmt. Durch die Crowdfunding-Kampagne kulturMut 2017/2018 stehen erstmals finanzielle Mittel zur Verfügung um drei junge, aufstrebende Künstlerinnen dazu einzuladen, den außergewöhnlichen, industriell geprägten Raum mit eigens entwickelten Arbeiten in Solo-Ausstellungen zu bespielen.